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Ob Menschen wohl zur Treue taugen?? So lang` voll Reiz das Neue ist? Betrachte Deines Hundes Augen, sie sagen Dir was Treue ist.

Die Schöpfung gab nicht einem Jeden das Glück der Sprache in den Mund, doch diese Augen können reden, so viel Gefühl gibt nur ein Hund.

Zwei Augen können Hunde geben, aus einer Seele tiefem Grund. Man sagt so leicht: Ein Hundeleben - und doch beschämt uns oft ein Hund.

 

Am 25. Mai 2007 um 10.20 Uhr mussten wir unseren Arco einschläfern lassen. Fast 18 Jahre hat er zu unserer Familie gehört - es tut unheimlich weh.Thomas und ich haben ihn bis zur Regenbogenbrücke begleitet und hoffen, ihn irgendwann auf der anderen Seite wieder zu sehen

 


Bin ich dereinst gebrechlich und schwach und quälende Pein hält ständig mich wach -Was du dann tun musst - tue es allein, die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass du sehr traurig, verstehe ich wohl. Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll. An diesem Tag - mehr als jemals geschehen, muss deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten zusammen, in Jahren voll Glück. Furcht vor dem Muss?? Es gibt kein Zurück.  Du möchtest doch nicht, das ich leide dabei, drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.

Begleite mich dahin, wohin ich geh`n muss, nur, bitte bleibe bei mir bis zum Schluss. Und halte mich fest und red`mir gut zu, bis meine Augen kommen zur Ruh`.

Zeig mir deine Liebe ein letztes Mal und befreie mich von Schmerzen und Qual. Mit der Zeit da bin ich sicher, wirst du es verstehen, es war auch Mut dass du mich ließest gehn.

Und gräme dich nicht, wenn du es einst bist, der Herr dieser schweren Entscheidung ist. Wir waren beide so innig vereint, es darf ruhig sein, dass dein Herz um mich weint.



Ich besitze wenige Güter, die ich hinterlasen kann. Nichts Wertvolles ist mein Eigentum, außer meiner Liebe und meinem Glück. Ich bitte meine Besitzer, dass sie mich immer im Gedächtnis behalten, aber sie nicht wegen mir leiden.

In meinem Leben bemühte ich mich Ihnen ein Trost in traurigen Momenten und  Freude in ihrem Glück zu sein. Es tut mir weh ihnen mit meinem Tod Kummer zu bereiten.

Die Stunde des Abschieds ist gekommen und es fällt mir schwer sie zu verlassen, aber zu sterben wird nicht traurig sein, denn (im Gegensatz zum Menschen) fürchtet der Hund nicht den Tod.

Eine große Bitte noch: ich hörte oft von meinen Menschen "wenn er stirbt, wollen wir keinen Hund mehr. Wir lieben ihn so sehr, dass wir keinen anderen haben möchten."

Ich bitte meine Menschen sich aus Liebe zu mir wieder einen Hund aufzunehmen. Es nicht zu tun, wäre eine traurige Erinnerung an mein Andenken. Ich möchte die Gewissheit haben, dass sie gerade, weil ich in ihrer Familie lebte, nun nicht mehr ohne Hund leben können.

Ich war nie eifersüchtig oder erbärmlich, spielte mit den Katzen, teilte in kalten Tagen den Teppich mit ihnen und all die anderen Dinge aus Treue und Liebe.

Ich hinterlasse meinem Nachfolger mein Halsband und die Leine und wünsche ihm, dass er - wie ich - das Glück in diesem Hause genießt.

Das letzte Abschiedswort an meine Lieben:" Wenn ihr mein Grab besucht, denkt an mich voller Traurigkeit, aber auch mit dem Wissen, dass hier eine Kreatur ruht, die euch liebte. So tief mein Schlaf auch sein mag, ich werde euch hören und selbst die große Macht des Todes wird nicht verhindern können, dass meine Seele dankbar mit dem Schwanz wedelt.


Die Regenbogenbrücke ist sicher jedem Tierbesitzer bekannt. Wer sie nicht kennt:

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die  Brücke des Regenbogens. Auf einer Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem, grünen Gras. Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es stets fressen und zu trinken und es ist immer warmes, schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere werden im Land hinter der Regenbogenbrücke wieder jung und gesund und spielen den ganzen Tag zusammen. Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden und es gibt nur eine Kleinigkeit, die sie vermissen. Sie sind alle nicht mehr mit dem Menschen zusammen, den sie so sehr geliebt haben.

So laufen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von Ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich nach vorn und die Augen werden ganz groß! Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus, fliegt über das grüne Gras. Wird schneller und schneller.

Es hat dich gesehen und wenn du und dein Liebling sich treffen, nimmst du ihn in deine Arme und hältst ihn so fest du kannst.

Dein Gesicht wird geküsst und abgeschleckt, wieder und wieder und endlich schaust du nach langer Zeit in die Augen deines geliebten Tieres, das lange aus deinem Leben verschwunden war - aber nie aus deinem Herzen.

Dann überschreitet ihr gemeinsam das letzte Stück der Brücke des Regenbogens und ihr werdet nie wieder getrennt sein - nie wieder.


Wir vermissen dich so sehr.

Es trauern um dich Martina, Jörg und dein Thomas

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